KEIN SCHRITT NACH VORNE, ABER AUCH KEIN SCHRITT RÜCKWÄRTS

Kennt ihr das Gefühl, wenn man keinen Schritt nach vorne geht oder keinen einzelnen Schritt rückwärts? Kurz gesagt, das Gefühl der Stagnation. Seit dem Vorfall vor über vier Wochen begann ich damit mich selber zu verstecken. Vor der Umwelt und vor allem vor mir selbst. Den Bezug zu sich selbst zu verlieren, beschreibt für mich am besten, wie es sich anfühlt in Stagnation zu verfallen. Die Fähigkeit seine Umgebung in Farben zu erkennen und wahrzunehmen, ging mir verloren. Alles erscheint mir in Grautönen. Die Arbeit, der Alltag und alles um mich herum. Ich habe begonnen nur zu existieren und nicht zu leben. Alles erscheint mir schwerer als sonst, der Start in einen neuen Tag. Die Kraft,irgendetwas Neues zu beginnen, den Tag zu genießen, konnte ich bisher nicht aufbringen. Zu mindestens nicht das volle Potenzial meiner Kraft, die in mir schlummert. Über sich selbst hinauszuwachsen, habe ich verlernt.
Emotionen wie Freude und Glückseligkeit wurden ausgetauscht durch die Emotionen der Angst und Frustration. Man läuft gegen eine imaginäre Wand, die einen blockiert, aber wie gesagt, die nur imaginär ist.
Die Angst, die einem die Kraft raubt und die Frustration, die man hinterher empfindet, weil man sich von der Angst steuern lässt. Ein ewige Teufelskreis, den man unbedingt durchbrechen muss, um über sich hinauszuwachsen. Um sich als Person weiterzuentwickeln.
Wie ein kleines, hilfloses Kind, dass verzweifelt nach dem richtigen Weg zu seinen Eltern sucht. Das kleine Kind schaut sich vergebens in seiner Umgebung um, um nach Orientierungspunkten Ausschau zu halten, damit es sein Ziel erreichen kann, seine Eltern wiederzufinden. Und hier stehen die Eltern nicht als Bezugsperson, sondern als Metapher der Selbstsicherheit.
Wenn man kein Vertrauen mehr in sich selber hat, geht die Leidenschaft verloren. Und diese Leidenschaft möchte ich wieder in mir sehen, in mir spüren. Sie ist in mir noch nicht komplett verschwunden. Sie versteckt sich nur. Weil es ihr die Angst eingeredet hat.
Meine Angst ist völlig unbegründet. Ich möchte mich nicht mehr länger von der Angst dominieren lassen, die mich in der Stagnation festhält. Die Angst hat in mir negative Energie verbreitet, die dort eigentlich nicht hingehört. Eine solche negative Energie, die bis nach außen hin strahlt, brauche ich nicht.

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