Dienstag, 11. April 2017

FUCK, THIS I'M OUT! NO THANKS. | #PERSONALATTITUDE



Ich bin mittlerweile achtzehn Jahre alt und habe meine Oberschulzeit hinter mir gelassen. Derzeit absolviere ich eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin und bin mitten im vierten Semester des zweiten Kursjahres. Ich habe noch längst nicht ausgelernt und bei mir stehen bereits am Ende des Jahres die Vorprüfungen an. Der Gedanke, dass ich ab dem fünften Semester für die Vorprüfungen sowie für die staatlichen Examina wie eine Verrückte zu büffeln (und ich bin da ehrlich), bringen mich nicht gerade dazu Freudensprünge in die Luft zu  machen. Ich bin das komplette Gegenteil einer enthusiastischen Lernenden. Wenn ich meinen derzeitigen Leistungsstand begutachte, befinde ich mich im Mittelfeld. Meine Noten sind recht überschaubar: mal eine zwei dort, dort eine eins für besondere Leistungen und ab und an eine vier für mangelnde Vorbereitung. Ich bin im Durchschnitt.
Die Erkenntnis nur durchschnittlich zu sein, stört mich herzlich wenig. Da ich allein ohne besondere Mühe und Engagement mit soliden Ergebnissen zufrieden sein kann. Wenn ich "unvorbereitet" an eine Klausur gehe und nur durch das Wissen, was mir im Gedächtnis blieb von den letzten Unterrichtseinheiten, und dann dafür mit eine drei oder sogar besser abschneide, kann ich mich damit abfinden. Immerhin weiß ich dann, das ich den Sachverhalt verstanden habe und wenn ich nicht gut abschnitt, weiß ich, dass ich das nicht tat. 
Ich habe Prinzipien und Abspicken gehört nicht dazu. Wenn meine Kommilitonen den Versuch wagen, einen Blick auf ihre Blätter mit den korrekten Antworten zu werfen, dann wünsche ich ihnen viel Glück, dass sie nicht vom Lehrer erwischt werden. Ein weiteres Prinzip meinerseits ist mich nicht mehr nur durch meine Schulnoten definieren zu lassen. Und hiermit meine ich das altbekannte "Bulimie-Lernen". Was bringt es mir, wenn ich alles auswendig lerne, eine gute Note dafür bekomme, aber keine Zusammenhänge verstehen kann und bestenfalls  den Lerninhalt hinterher wieder vergesse? Mir bringt es persönlich nichts. Ich setze mich nicht mehr selber unter Druck wie vor drei Jahren in meiner Oberschulzeit.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie damals meine Einstellung gegenüber das Lernen in der Oberschule war. Jeden Abend, ab der 6.Klasse, verbrachte ich damit zu lernen und Fleißarbeiten zu machen, um mit gute Leistungen dazustehen. Primär als "Vorzeigeschülerin" dazustehen und perfekt in Sachen Schule zu sein. Anstatt mich hinzusetzen und freiwillig zu lernen, weil mich die Materie interessiert und ich mehr darüber wissen möchte, habe ich stattdessen mich selber unter Druck gesetzt die bestmöglichsten Ergebnisse zu erzielen. Wehe, ich bekam eine drei in eine Arbeit, denn da sank mein Selbstwertgefühl rapide. Ich habe mich über meine Leistungen definiert und nicht über meine Gedanken, Entscheidungen oder das entscheidende..meiner Persönlichkeit. Im nachhinein gebe ich mir nur eine Teilschuld. Erst ab der 9. Klasse verstand ich, dass meine Noten nicht schlussendlich meine Zukunft bestimmten und ich ein Gang runterfahren sollte.
Seit Beginn der 6.Klasse setzte man uns unter Druck nur gute bis sehr gute Leistungen zu erbringen und nicht weil die Lehrer in uns mehr Potential sehen. Nein. Um uns Angst zu machen, erst gar nicht in die Hauptschule "abzurutschen". Meiner Meinung nach zählt leider in unserer Gesellschaft der Bildungsgang Hauptschule als sozialer Abstieg. Ein sozialer Stigma, den man nicht so schnell los wird. Ein separater Stundenplan, separate Lehrer und natürlich getrennte Klassenräume.
Man braucht nur die Reaktion mancher Mitmenschen zu beobachten, wenn andere Leute sagen, dass sie einen Hauptschulabschluss haben anstatt eines höherwertigen Schulabschluss. Sofort werden Vorurteile gehegt, beispielsweise wie, dass derjenige aus eine sozialen schwächeren Milieu kommt und nur Leute aus oberen Mittelschicht einen höheren Bildungsgang besitzen können. Wir leben in einer leistungsorientierten Gesellschaft, wo Leistungen an erster Linie stehen und dann das Wohlergehen des Einzelnen.
Ich werde nicht näher darauf eingehen, weil sich sonst der Text unnötig in die Länge ziehen würde und ich nicht mehr zum Kern meiner Aussage kommen würde.
Was ich sagen wollte, ist, das mir die Ausbildung mehr als Spaß macht und ich gegenüber meiner Zeit in der Oberschule sehr gerne in die Berufsschule gehe. Aber ich in Zukunft nicht mehr den Leistungsdruck anderer nachgeben werde und daran kaputt gehe, wie damals.🙅

Man sieht sich! ✌💗

Montag, 10. April 2017

VIDEO: MINIVLOG - BACK TO HOMETOWN



Ich beschloss letztes Woche spontan übers Wochenende meine Heimatstadt wieder zu besuchen. Da der Plan stand sich mit einer alten Klassenkameradin aus meiner Oberschulzeit wieder zu treffen, um sich gegenseitig auszutauschen über die letzten vergangen zwei Jahre nach dem Abschluss an der Oberschule, was alles passiert ist und sich verändert hat. Mich überkam ein seltsames Gefühl sie wiederzusehen nach langer Zeit. Aber wie sich herausstellte kamen wir gut ins Gespräch. Naja, immerhin hatten wir genug Gesprächsstoff, worüber wir reden konnten. 😂
Es ist ebenfalls eigenartig nur noch zu Besuch in seiner Heimatstadt zu sein und gelegentlich die alten Häuserfassaden wiederzusehen. Der Entschluss tat mir schlussendlich gut von meiner Heimat fortzugehen, um meinen noch kleinen Horizont zu erweitern und neue Erfahrungen zu bekommen.
Zum Thema Erfahrungen hatte ich zwar bereits ein kleines Video hochgeladen, was ich im letzten Jahr alles gelernt habe, jedoch kommt noch ein ausführlicheres Video zum Thema "gesammelte Erfahrungen".


Bis dahin. ✌

Donnerstag, 6. April 2017

2ND APRIL WEEK - UPDATE


der Frühling erwacht allmählich und geht in seiner vollen Blüte auf. Nichts mehr erinnert an den trostlosen und launischen Winter vor 2 Monaten. Es ist die Zeit, wo alles erblüht und vom Winterschlaf zurückkehrt. Ich liebe zwar den Winter, aber gegen den Frühling kann keiner, meiner Meinung nach, gewinnen. Der Duft der Blüten an den Bäumen, die ersten Sonnenstrahlen, die deine Wangen liebkosen und nicht zu vergessen, die Winterkleidung kann weit nach hinten in den Schrank verstaut werden.

Es ist erstaunlich, wie sehr ich mich immer mehr zum Frühlingsmenschen mutiere. Ich vermisse den Winter gar nicht. Ehrlich gesagt, zieht es mich immer häufiger in den Wald oder nur auf die Wiese als wie vor einem Jahr. Ich liebe die Energie und die Ruhe, die die Natur auf mich ausstrahlt.


Ich mache nun regelmäßiger Yoga und meditiere häufiger. Kaum zu glauben, dass die "bloße" Konzentration auf seine Ein- und Ausatmung dich vollkommen entspannen lassen kann. Zum Ausgleich gegenüber die Arbeit im Klinikum und in der Schule sehr effektiv, wie ich finde! Das weitestgehende Verzicht auf tierische Produkte gelingt mir gut, zwar hatte ich zwei Wochen darunter, seit Jahresbeginn, dass ich mal wieder Fleisch aß, aber die größte Zeit blieb es beim Verzicht. 
Derzeit arbeite ich an zwei kleine Projekten für mich, wo es extrem Spaß macht sie umzusetzen. In den nächsten Wochen wird wieder mehr kommen, darunter auch ein neues Video meinerseits. 

Ach, ich liebe den Frühling.