Mittwoch, 20. Juli 2016

ALTERNATIVE VIEW

von Anna Marie / Bild von Anna Marie



"Was heute jeder als wahr nachplappert oder stillschweigend geschehen lässt, kann sich morgen als falsch erweisen - als bloßer Ansichtsdunst, den man für eine Wolke hielt, welche Wiesen und Felder mit fruchtbarem Regen erquicken würde."
- Henry David Thoreau

Unsere Welt, in der wir leben, ist vielfältig. Sei es jetzt wenn man sich nach dem äußeren Erscheinungsbild eines Menschen richtet oder nach den Ansichten, die man vertretet. Egal, ob es das aktuelle politische Geschehen betrifft oder die Themen mit denen wir uns in unseren Alltag herumplagen. Da schon allein jeder Mensch von Geburt an ein Individuum ist und sich nur durch manche Persönlichkeitsmerkmale gleichen. So unterschiedlich sind auch manchmal deren Ansichten auf etwas. Die Unterschiede beginnen schon bei der Wahrnehmung unser Umwelt und deren Einflüsse, die wir uns sekundlich aussetzen. Ich nehme meine Umgebung wahrscheinlich ganz anders wahr als meine Brüder. Da zählt allein der Fakt, dass ich im Gegenzug zu meinen Brüdern introvertiert bin. Jedoch spielen noch andere Faktoren mit, weshalb sich Ansichten von anderen unterscheiden. Beispielsweise wäre es das soziale Umfeld, in dem man sich befindet. Unsere Mitmenschen, die uns umgeben, haben einen direkten sowie indirekten Einfluss auf uns, wie wir manche Sachen sehen und betrachten. Je nach Wichtigkeit der Meinung der anderen und unsere Beziehung zu ihnen wechselt sich unsere Ansicht vielleicht. Und desweiteren welche Erfahrung man bereits in diesem Thema dazugewonnen hat.
Da komme ich schon zum eigentlichen Problem, was mir in der letzten Zeit wieder bemerkbar wurde, besonders auf sozialen Netzwerken oder in meiner eigenen Umfeld. Es wird immer weiniger die  Meinung eines anderen Mitmenschen toleriert. Schlimmstenfalls besteht noch das Szenario, dass jemand zwanghaft versucht seine Meinung dir aufzuzwingen ohne dir die Chance zu gewähren deinen Standpunkt sachlich zu formulieren. Mir ist bewusst, dass ich in der Hinsicht mich nicht von anderen unterscheide und gerne meinen Gegenüber versuche von meinen Standpunkt zu überzeugen. Aber wenn ich es nicht schaffe ihn von mir zu überzeugen und er sich zum Schluss weiterhin an seiner Meinung festhält, dann habe ich entweder zu schwache Argumente geliefert oder er hat von Anfang an die Scheuklappen aufgesetzt. Versuch eben gescheitert. Aber dann toleriere ich es. 

Ich möchte mich nicht als Heilige hinstellen und wahllos mit nackten Finger auf andere zeigen, wenn gleichzeitig drei Finger auf mich zurückzeigen. In manchen Situationen, von Euphorie und Ehrgeiz gepackt, den anderen von mir zu überzeugen, geschieht es ab und an, dass ich auf mein Gegenüber einrede. Und das wie wild. Jedoch, zum Glück, während des Gesprächs fällt es mir ab und an wieder ein, den anderen auch zu Wort kommen lasse und versuche seinen Standpunkt nachzuvollziehen. Nichtsdestotrotz ohne es zu hinterfragen. Es zeugt von bloßer Anmaßung und Dummheit, meiner Meinung nach, inhaltlose Beiträge und Meinungen von anderen auf sich selber zu projizieren ohne es vorher ausreichend zu hinterfragen. Aus meiner heutigen Sicht war ich damals von dieser Dummheit geplagt und nahm stillschweigend entweder die vorgefertigte Meinung meiner Mitschüler über mich selbst hin oder ich plapperte es so lange nach bis sie sich in mein eigenes Fleisch einbrennte. Vielleicht ist man zu ängstlich seine eigene Meinung laut auszusprechen, weil man sich vor der sozialen Ausgrenzung fürchtet. Soziale Ausgrenzung - das perfekte Druckmittel, um jemanden seine Ansicht aufzuerlegen und somit jemand sich gefügig zu machen. Dabei darf man nicht vergessen, dass man sich selbst etwas vortäuscht, wenn man den Druck nachgibt. Man beschert sich ein Mangel an Perspektiven , man schränkt sich selber ein. Perspektiven kommen nur durch Selbsterfahrung und Selbstverwirklichung. Und das schafft man nur, wenn man versucht laut seine Meinung auszusprechen und auf die Reaktion seiner Umgebung reagiert. Aber man sollte nie dabei vergessen die andere Meinung zu akzeptieren oder wenigstens zu erdulden, wenn man es auch von anderen erwartet!

Sonntag, 17. Juli 2016

CAMPING ON JUNE 09 2016




Heute vor einer Woche befand ich mich noch, gemeinsam mit meinen Freunden, auf einer Insel mitten im Teich, der zu Fischerei eines Freundes dazugehört. Ich nahm dieses Mal einige Sachen auf, ohne jegliche Vorahnung, dass ich es eine Woche darauf auf YouTube hochladen würde. Die Idee kam mir ursprünglich recht spontan in den Sinn. Eher aus Ahnungslosigkeit resultierend, was ich am heutigen Sonntag Produktives anstellen könnte, schnitt ich bestmöglichst das vorhandene Videomaterial. 

Erst während dem Schnitt ergab sich der Sinn hinter dem Video und was ich damit zum Ausdruck bringen könnte. Ich hielt das Video bewusst in Schwarzweiß, da mir der Gedanke aufkam, wie vergänglich schöne Augenblicke doch sein können und wie schnell sie als Erinnerung im Hinterkopf verblassen. Momente, an die wir selbst im hohen Alter uns erinnern möchten. Einer der wunderschönen Augenblicke war das gemeinsame Zelten mit meinen Freunden.