SPRING DAWN VIBES


Vor der Kamera: Diana                                                                                                                                                                      Hinter der Kamera: Ich


- Anna Marie

EIN BELANGLOSER INNERER MONOLOG




Es war kurz vor Mitternacht und der Vollmond stand in seiner vollen Blüte auf seinen derzeitigen höchsten Stand als ich gerade diesen Text nieder tippte. Meine Beweggründe, weshalb ich diesen Texte schrieb, sind mir bisher noch ungewiss. Es war eine längere Zeit her, dass ich noch um diese Uhrzeit noch wach blieb und über Sachen nachdachte. Vor einer halben Stunde nahm ich ein Wimmern einer Katze wahr als wurde sie gerade überfahren. Es zogen sich Minuten hin bis ich das letzte Jammern dieser Katze wahrnahm. Ich wollte mir nicht ausmalen, was wirklich mit dieser Katze geschah. Ich erhaschte einen kurzen Blick durch mein Fenster und überprüfte, ob ich aus dem zweiten Stockwerk meiner Wohnung etwas sehen könnte. Aber ich sah nichts. Es war bereits dunkel. Nicht einmal die Straßenlaternen, die die dunklen asphaltieren Straßen ein wenig ins Licht hüllten, gaben mir eine klare Sicht. Das schmerzhafte Wimmern blieb mir für eine Weile in mein Gedächtnis haften. Und rief den Gedanken zum Vegetarismus umzusteigen wieder hervor. Ich kann es nicht mitansehen, wenn Tiere leiden.

Das ist seit einer Weile der Auslöser, weshalb dieser Gedanke in mir kursierte, vollkommen auf Fleisch und Fisch zu verzichten. Aber bisher bahnte sich nicht die Möglichkeit an diesen Gedanken wahrhaftig in die Tat umzusetzen. Nein. Konkreter. Bisher fiel ich nicht mit voller Entschlossenheit den Entschluss diesen Weg einzuschlagen. Wieso eigentlich? Ich sollte es einfach versuchen. Ohne weiteres darüber nachzudenken. Was könnte ich groß dabei falsch machen? Mangelerscheinung von wichtigen Nährstoffen? Wenn ich es von Anfang an richtig angehe, dann eher nicht. 

Wieso fällt es mir eigentlich bislang so schwer klare und konkrete Entscheidungen für mich selber zu treffen? Weshalb setze ich nicht meine gottverdammten Ideen verdammt nochmal in die Tat um und strebe nicht nach Realisierung meiner langersehnten Veränderungen in meiner Lebensweise an? Was hält mich auf? 
Bevor ich weiter in den Versuch versinke  eine passende Antwort auf diese Fragen zu suchen, werde ich mich mit etwas anderes Produktives beschäftigen.  In Ordnung, anzunehmen meine inneren gestellten Fragen wären kontraproduktiv, würde ich erst nicht wagen. Jedoch würde sich dieser Text endlos in die Länge ziehen und ich würde dabei den roten Faden verlieren. Meine Fragen haben es verdient einzeln beantwortet zu werden. Das bin ich mir immerhin selber schuldig. 

Wo jetzt der Sinn darin lag diesen Text zu schreiben? Ich weiß es nicht. 
Hauptsache ich hörte das Tippen der Tastatur, als meine Finger sie berührten, wieder. Um meinen belanglosen inneren Monolog um diese Uhrzeit niederzuschreiben. Ich habe es irgendwie vermisst.

- Anna Marie